Tag 19

270 km

Heute fuhren wir bei bestem Wetter in Bregenz los. Wohlwissend gleich durch das stark frequentierte „Bodensee-Nadelöhr“ fahren zu müssen! Und wenn du nur mit einem 50er Moped unterwegs bist, dann ist das eine scheiß Strecke. Also fuhren wir erst durch Lindau möglichst am See entlang, nicht auf der B31. Der Verkehr, und mittlerweile auch die Hitze, waren unerträglich und wir wollten uns um 12 Uhr mit einem Bekannten in Friedrichshafen treffen. Wir standen also schon bissl unter Druck! Und angesichts der Tatsache, dass wir heute HEIM fahren, war vorhersehbar, dass etwas passieren wird…. So kam es, dass Matze – total unter Strom stehend – auf einem Schotterweg und mit dem Handy in einer Hand navigierend, auf die Schnauze fiel und sich die Handballen aufriss! Toll!

Aua. Zum Glück der einzige Unfall auf der Tour!

Nach diesem kleinen Unfall, bei dem Gott sei Dank nichts passiert ist, wurde Matze etwas lockerer. Er rief Siggi an (der Bekannte von Matze), um ihm zu sagen, was passiert ist. Er kam daraufhin mit seiner BMW einfach zu uns gefahren und hat uns vorgeschlagen, gemeinsam nach Friedrichshafen zu fahren. Außerdem hat er gemeint, dass es stressfreier sei, mit der Fähre von Friedrichshafen nach Romanshorn überzusetzen um dort auf der schweizer Seite weiter Richtung Singen zu fahren. Also fuhren wir kurzerhand zu dritt an die Anlegestelle um festzustellen, dass die nächste Fähre erst in eineinhalb Stunden ablegt. Doch fahren! Und zwar erstmal zum nächsten Imbiss. Siggi hat uns freundlicherweise direkt dort hin geleitet, und uns eine Runde Cola und lecker Würste spendiert. Vielen Dank, Siggi! Das war Gold wert!

Siggi, Matze und ich „beim Schorsch“ in Fischbach

Danach nahmen wir frisch gestärkt die Fahrt auf der B31 auf uns. Wir kamen zügig und sicher voran. Beim Fahren „kommunizieren“ wir mit den hinter uns fahrenden Autofahrern. Wir winken diese vorbei, wenn wir meinen, dass sie uns überholen dürfen. Wir signalisieren dem Fahrer sozusagen „überhole uns, wir sehen dich“. Das klappte auch bei Gegenverkehr. So war die Fahrerei mit 50 km/h auf Bundesstraßen einigermaßen sicher.

Endspurt

So fuhren wir durch das schöne Hegau über Blumberg, Waldshut-Tiengen und Lörrach. Nach Lörrach, am Istein, überraschte uns – von hinten kommend – meine Schwester Britta mit ihrem Opel Kapitän und an Bord unsere Kinder. Wir fuhren rechts ran und nahmen unsere Liebsten in die Arme. Das war ein sehr sehr emotionaler Moment….. Dann kamen Brittas Freund Thomas, mein Freund Frank, jeweils mit Harley Davidson, und der liebe Heinz mit seinem geilen Buggy dazu. Er hatte sogar, als Schlusslicht, eine orange Rundumleute am Start. Profi! Zusammen fuhren wir die letzten 20 km – während ich das schreibe, muss ich schon wieder schlucken – im Konvoi nach Heitersheim. Wir haben uns unheimlich darüber gefreut! Unsere Frauen schlossen uns in ihre Arme. Die Tränen flossen. Der Sekt auch. Wir freuten uns sehr dieses wahnsinnige Abenteuer mit allen Erlebnissen gesund zu Ende gebracht zu haben. Wir sind so Dankbar über die tollen Menschen die wir kennen lernen durften! Danke auch an alle Autofahrer die sehr rücksichtsvoll gefahren sind.

Frank (Sutter) und Thomas auf ihren Harley‘s und dahinter meine Schwester Britta mit unseren Kindern im Opel Kapitän. Als Schlusslicht fuhr Heinz mit dem Buggy 🙂

Insgesamt waren wir 19 Tage unterwegs, 4431 km, 10 rote Ampeln überfahren, 3 mal geblitzt worden, 4 mal mit der Fähre gefahren, zu Zweit 323 Liter verbraucht (vielen Dank an unseren Freund und Sponsor EDEKA Sutter für den Sprit), 1 Ruhetag verbracht, 4 mal im Zelt geschlafen, 10 mal bei Gastgebern genächtigt, 4 mal in Pensionen. Es gab 3-4 Regentage. Wir sind im Schnitt 246 km/Tag gefahren. Das sind durchschnittlich 8 Stunden täglich im Sattel. (Nein, der Hintern tut immer noch nicht weh!)

Mal sehen was uns zwei als nächstes einfällt…..

Matze, Nicole, Sonni und ich
Mit Anna und Maximilian
Nicole, Matze und Laurin
Kapitän- Cam 🙂
Simme-Cam

Noch ein paar Eindrücke von der Tour

Matze Hopper und Björn Fonda
Beautiful Day !
Über Stock und über Stein
Fitnessprogramm AUF dem Moped

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.