Tag 16

211 km
Heute fuhren wir durch den Nationalpark Bayrischer Wald bis kurz vor Passau. Weiter sind wir aufgrund unserer körperlichen und geistigen Verfassung nicht gekommen! Wir hatten massive Probleme damit uns zu motivieren und konzentrieren! In unseren Knochen stecken schließlich schon über 3600 km!
Die Erschöpfung merkt man uns sichtlich an. Die letzten Tage kommen auf uns zu. Und das werden wohl unsere Härtesten werden! Heimweh ist auch ein Thema! Man vermisst seine Liebsten mehr denn je. Alles Dinge die dem Körper und Geist zusetzen.

Auf 1050 m im Nationalpark

Heute übernachten wir in einem tollen Hotel direkt an der Donau.

Blick auf die Donau vom Hotel Schiffpost aus

Man wir sind echt fertig. Jetzt noch drei mal den Hintern zusammen kneifen und wir sind wieder Zuhause.
Apropos Hintern. Dieser tut uns immer noch nicht weh! In diesem Sinne. Gute Nacht.

Tag 15

265 km
Unser letztes Bundesland ist erreicht.
Heute morgen ging es ca. 20 km durch eine atemberaubende Landschaft in Tschechien. Wir fuhren über die Grenze und sofort änderte sich die Landschaft. Sie wirkt auf uns wie eine Kanadische oder sogar eine afrikanische Steppe!

Tschechische „Steppe“

Dann wurde es „heimisch“. Der bayrische Wald zeigte sich uns bei schönem, warmen Wetter von seiner schönsten Seite. Diese Tour war die bislang entspannteste. Obwohl 265 km… Verrückt. Wir ertappen uns immer wieder, wie wir von „nur 200 km“ sprechen. Und das mit einem 50er Moped. Es sin ja auch „nur“ noch 1000 km bis Heim…
Um 19:30 Uhr sind wir dann im „Sonnenhotel Bayrischer Hof“ angekommen. Vielen Dank an den Sponsor Reisebüro Reiseloft aus Heitersheim!

Kaffee Pause am König Albert Theater in St.Elster
Kompass zeigt nach Süden
Angekommen

Tag 14

Unfreiwilliger Ruhetag

Der Morgen danach. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl u.s.w. Krauenvoll. Mittags ging es wieder einigermaßen. Wir sind von Lutz, er betreibt hier eine Sommerrodelbahn, eingeladen worden ein paar Runden zu Rodeln. Coole Sache. Dann sind wir mit dem Sessellift auf den 1244 m hohen Fichtelberg gefahren und runtergelaufen. Das tat gut! Man kann auch mit der längsten Fly-Line der Welt (!) den Berg runter sausen.

Beginn der Fly-Line
Schon lange nicht mehr gesehen. Ein Pfauenauge

Morgen geht’s weiter! Auf nach Bayern. Dem letzten Bundesland auf unserer Tour.

Tag 13

280 km

Schräge Vögel… Wusstet ihr, dass es auch Suizid gefährdete Vögel gibt? Wir hatten bis jetzt drei von der Spezies erlebt. Das erste, eine Taube, flog Matze haarscharf am Helm vorbei. Matze meinte das der Flügel sein Visier berührt hätte! Dumme Taube. Vogel 2 war eine große Lachmöwe die im Tiefflug (ca. 30 cm überm Boden) auf unser Duo zuflog und (sehr) kurz vorher nach oben gezogen ist. Wir sind alle drei sichtlich erschrocken! Kamikaze. Vögele 3 war etwas kleiner. Hab nicht genau gesehen welche Art. Muss aber zu der Gattung „Kunstflieger“ gehören. Dieser Vogel ist neben mir aufgeflogen, kurze Zeit direkt an meiner rechten Seite nebenher geflattert (50 km/h) und dann UNTER meinem Moped durch nach links weg. Sachen gibt’s.

Unsere Hütte
Pause
Frühstück

Heute (also gestern) fuhren wir bei bestem Wetter in Zittau los. Temperaturen um 25 C* Es ging, immerhin schon in Höhen bis 400 m MSL, durch die sächsische Schweiz. Einmal wurden wir sogar geblitzt. Aber die kriegen uns ja nicht an den Wickel. Wir sahen die berühmten Berge Bloßstock, Wilder Kopf und Brosinnadel. Danach ein Auf- und Ab im Erzgebirge bis zu unserem Ziel auf ca. 1000 m MSL, Unterwiesenthal. St. Moriz des Ostens! Jens Weißflog kommt hier her. Hier wurde schon viele olympische Goldmedaillen für die DDR gewonnen!

Wir kamen also bei Marianne und Lutz in einer wunderschönen, alten Waldhütte an. Ausgestattet mit Dampfdusche u.v.m. Davon bekamen Matze und ich an dem Abend aber nichts mehr mit…… Denn Luz stellte uns zur Begrüßung erstmal ein Weißbier und einen (ich will gar nicht dran denken, sonst wird’s mir wieder schlecht) tschechischen Schnaps mit 62% hin. Auf nüchternen Magen und mit 10 Stunden Fahrt gar nicht gut! Nach nur 5 (!) Minuten konnte ich mich fast nicht mehr auf den Beinen halten. Bei Matze wahren es 10 Minuten. Viel mehr gibt’s da jetzt gar nicht zu sagen. Peinlich 🙂

Tag 12

230 km
Erster „Umfall“
Als wir uns nahe Forst den riesigen Braunkohletagebau angesehen haben, wollte Matze seine Maschine mit dem Kickstarter anmachen. Und? Nix geschah. Nach ner Minute schaue ich mal dezent auf den Zündschlüssel. Der stand auf „off“…. Man Matze, so kann‘s ja nicht gehen. Wir lachten und Matze nahm gleich eine Sprachnachricht auf, damit wir dieses lustige Ereignis im Bericht nicht vergessen. Während er das aufnahm, wollte ich ihm demonstrieren wie einfach es jetzt gehen würde und trat 1 mal feste den Kickstarter, und hopp, sprang die Kiste an. Jetzt war das Standgas etwas zu hoch eingestellt und auf dem Hinterrad die ganze Last vom Gepäck….. Und so nam das Unheil (oder der Roller) seinen lauf und fuhr ca. 2 m ohne Sozius bis er umfiel. Scheiße. Der erste Schreck verwandelte sich gleich in lautes Gelächter.

So fuhren wir weiter durch das schöne Brandenburg. Teils über leere Straßen. Teils über sehr Holprige! Zum ersten mal wird es wieder hügelig. Spitze war heute 350 m !

Villa in Zittau
Überall Simson‘s 🙂
Fast wie in Italien
Marktplatz von Zittau
Nimm dir Zeit…

Zittau! Von dieser Stadt sind wir in positiver Hinsicht sehr überrascht! WUNDERSCHÖN!

Restaurant Wappen

Bei der Simme spinnt wieder der 3. Gang! Werden morgen mal in eine Simme-Werkstatt gehen. Die gibt’s hier wie Sand am Meer.
Danach geht’s ins Erzgebirge.
Gute Nacht.